Veranstaltungstipps: 03.06. Gemeingüter in Mainz // 11.&12.06. Commons in Frankfurt

Ich habe eine überraschende Mail mit einem Veranstaltungshinweis bekommen, über die ich mich sehr gefreut habe! Zum einen, weil tatsächlich Menschen noch hier vorbei schauen, obwohl hier doch fast nix passiert (sehr zu meinem Bedauern). Zum anderen hatte ich noch nichts von der Studium Generale Reihe in Mainz mitbekommen, die sich dieses Semester der Evolution der Kooperation widmet. Da werde ich sicherlich immer mal vorbei schauen, wenn es sich einrichten lässt!
Kommenden Mittwoch geht’s um Gemeingüter und die alte Frage nach der Tragik der Allmende. Der Vortrag scheint sich schwerpunktmäßig mit institutionellen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen.

Der Vortrag zeigt auf, dass sich die Widersprüchlichkeit beider Positionen nur dann (ansatzweise) auflösen lässt, wenn man das menschliche Verhalten in Interaktion mit bestehenden institutionellen Strukturen betrachtet. Unter bestimmten Bedingungen können institutionelle Randbedingungen Kooperationen in Gemeingutsituationen sogar fördern und begünstigen. Nicht nur die Funktionalität von Institutionen ist entscheidend, sondern auch deren Verfügbarkeit und Transparenz für den einzelnen Adressaten, von mir auch als „institutionelle Ergonomie“ bezeichnet.

(Quelle)
Wohl und Wehe der Gemeingüter: Paradigma oder Tragödie?
Mittwoch, 3. Juni 2015, 18:15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)

Der gute Gerret Hardin lässt uns wohl nie los. Silke Helfrich erklärt unermüdlich in ihren Vorträgen, was es damit auf sich hat, und weshalb die „Tragik der Allmende“ sich gar nicht auf eine Allmende, ein Commons, bezieht, sondern eine Abhandelung über Open Access Güter ist. Ab Minute 10:00 geht Silke Helfrich in diesem Videomitschnitt darauf ein:

Der Vortrag ist 3 Jahre alt, und Silkes Art, über Commons zu sprechen, hat sich seit dem weiterentwickelt. Nichts desto weniger finde ich den Vortrag immer noch sehr sehenswert, er war für mich ein Einstieg in die Thematik und hat mich vor ein paar Jahren echt angefixt.

Wer erfahren möchte, was sich da so getan hat, und woran Silke gerade bastelt (ich darf euch mal hier rüber lenken), der möge sich am 11. & 12. Juni nach Frankfurt ins Haus am Dom begeben: Dort gibt es Donnerstag Abend ein Podiumsgespräch mit Silke und zwei mir unbekannten, aber sicherlich spannenden Menschen. Am Freitag schließt sich ein Workshop an, bei dem verschiedene Menschen aus Frankfurt ihre Erfahrungen auf dem „Schwarzmarkt des Wissens“ teilen.
Ich werde mit am Start sein, um euch etwas über Kollektive Selbstverständigung zu erzählen, und freue mich, wenn ihr zahlreich erscheint!

Gemeinschaftsgärten und Wikipedia kennen wohl alle, CC-Lizenzen dürften vielleicht nicht alle kennen, aber doch fast alle schon genutzt haben. Die Welt der Commons (oder Gemeingüter, Allmende) ist vielfältig und wird doch oft übersehen, weil wir zu sehr auf Markt und Staat schauen. Dabei ist das Potential der Commons groß und reicht von der Landwirtschaft über Wissensallmenden und Kulturprojekten bis zur digitalen Welt. Als erste Annäherung ließe sich sagen, dass es um die gemeinschaftliche Nutzung oder Erzeugung von Ressourcen sowie deren Erhalt und Pflege geht. Dabei ist die soziale Praxis (Commoning) rund um die Ressource von besonderer Bedeutung.

Beim Podiumsgespräch am 11. Juni 19:30 Uhr möchten wir das Transformationspotential für Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch für das ökonomische Denken erkunden.
Mit: Silke Helfrich, freie Publizistin und Mitbegründerin der Commons Strategies Group, Jena; Prof. Nicole Göler von Ravensburg, Frankfurt University of Applied Sciences; Prof. Nils Goldschmidt, Universität Siegen

Der Workshop am 12. Juni 13 Uhr (ab 12:30 Uhr Einlass) bietet die Möglichkeit tiefer in das Betriebssystems der Commons hineinzuschauen und darüber hinaus die Gelegenheit, viele Commonsprojekte und Commoner aus der Region kennenzulernen. Sie sind herzlich eingeladen, mit uns die Welt der Commons für sich zu entdecken.

Nähere Informationen zur Diskussion am 11. Juni und dem Workshop am 12. Juni finden Sie auf https://hausamdom.bistumlimburg.de/service/kalender.html (im Kalender auf den 11. und 12. Juni gehen und dort auf die Commonsveranstaltung gehen, zum Workshop ist eine Anmeldung erforderlich)

11. Juni 2015 – 19:30 Uhr
Commons – Gemeingüter verändern Wirtschaft und Gesellschaft und uns!?

Podiumsgespräch in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.
Mit:
Silke Helfrich, freie Publizistin und Mitbegründerin der Commons Strategies Group, Jena;
Prof. Nicole Göler von Ravensburg, Frankfurt University of Applied Sciences; Prof. Nils Goldschmidt, Universität Siegen

12. Juni 2015 – 12:30 bis 17:00 Uhr
Workshop: Commons – Gemeingüter verändern Wirtschaft und Gesellschaft und uns!?

Programm Workshop
bis 12:30 Uhr Anreise, Willkommen
13:00 Uhr Einführung: Silke Helfrich, freie Publizistin und Mitbegründerin der Commons Strategies Group
14:00 Uhr Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Unwissen
16:00 Uhr Fishbowl-Diskussion
16:40 Uhr Abschluss
17:00 Uhr Ende und Einladung zum Verweilen und Vernetzen

Eintritt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro


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