Archiv für Mai 2013

It’s the Commons! Ein Lied, das man öfter mal singen sollte.

The Commons, a song by David Rovics

First you told us only through you could we know God
And if we dared to question, then He wouldn‘t spare the rod
For you we worked the soil, for you we dug the moors
For you we shed our blood and fought so many pointless wars
And now you build your fences and you say there’s nothing we can do
You say the world around us belongs fairly to the few
But about six billion people, no doubt will agree
This world is our home, not your property

It’s the commons, our right of birth
And you who would enclose the land all around the Earth
Our future is your downfall, when we cut this ball and chain
You who‘d sacrifice the public good for your private gain

With our sweat we built the railroads, built cities on these shores
But because you own the money, you say that it’s all yours
We laid the phone lines and the pipelines and then right before our eyes
You say the things our taxes paid for you now will privatize
Privatize the hospitals, privatize the schools
Privatize the prisons for all those who break your rules
And preparing for the day, when all the wells run dry
You say you own the very rain that falls down from the sky

But it’s the commons, our right of birth
And you who‘d own the water all around the Earth
Our future is your downfall, when we cut this ball and chain
You who‘d sacrifice the public good for your private gain

You claim to own the harvest with your terminator seeds
You claim to own the genomes of every animal that breeds
You claim to own our culture and the music that we play
And with each song that we download to your coffers we must pay
You would even own my name and you say it’s for the best
Maybe you‘ll let us on your radio if our songs can pass your test
You own country, you own western, you say you‘ve given us a choice
You may own the airwaves but you‘ll never own my voice

It’s the commons, our right of birth
And you who‘d own the music all around the Earth
Our future is your downfall, when we cut this ball and chain
You who‘d sacrifice the public good for your private gain

David Rovic’s website

ECC Berlin und Vortrag in Mainz heute Abend

Für Kurzentschlossene gibt es heute Abend die Möglichkeit, eine Einführung in Commoning zu bekommen! Um 19Uhr wird Georg im Kreativa einen Vortrag zum Thema halten, danach ist Zeit für Diskussionen und Fragen.

Ich kann leider nicht dabei sein, denn ich bin in die Economics and the Commons Conference eingespannt, die gerade in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin gestartet ist. Gestern gab es schon ein paar Side Events, und seit einer Stunde ist die Konferenz offiziell eröffnet! Donnerstag und Freitag werden viele Diskussionen, Vorträge und Events gleichzeitig stattfinden. Einige davon werden live gestreamt, und ihr könnt sie euch hier ansehen!

Praxis!

Ich finds ja immer toll, wenn man einen Abend lang über alles mögliche quatscht, halb die Zeit vergisst, und dann rückblickend feststellt, die Füße überm Rhein baumeln lassend, dass es einen roten Faden gab, der die Gespräche durchzogen hat. Am vergangenen Mittwoch war in unserer kleinen Gruppe dieser rote Faden die Projekte, die wir kennen oder von denen wir ein Teil sind.
In nicht allen diesen Projekte wird Commoning betrieben – oft hört man ja auch von einem neuen, spannend klingenden Projekt, und muss sich dann erstmal vor Ort mit den Menschen auseinandersetzen, und herausfinden, wie dort Regeln getroffen, Ideen umgesetzt und Gemeinschaffen organisiert wird. Denn nicht eine Rechtsform oder eine Projektart bestimmen, ob wir ein Commons vor uns haben, sondern die Art und Weise, wie die Menschen mit der Ressource und miteinander umgehen. Nicht jeder Gemeinschaftsgarten ist automatisch gemeinschaftlich und nicht jede GmbH ein gewinnorientiertes Unternehmen.
Hier eine unvollständige Liste der Projekte, die am Mittwoch Gesprächsthema waren. Vielleicht geben sie euch ja ein paar Anregungen :) Viel Spaß beim Stöbern!
Unperfekthaus Essen
Gemeinschaftsgarten Feine Krume Mainz
Transition Town Frankfurt
Erfahrungsfeld Schloss Freudenberg Wiesbaden

Ein paar Updates

Kennt ihr eigentlich Oya? Die Zeitschrift, die bei uns immer sehnsüchtig erwartet wird bevor sie alle zwei Monate in den Briefkasten flattert, stellt Menschen und Projekte vor, die heute schon „anders denken und anders leben“. Als ich Freitag Mittag nach Hause kam, hatte Georg sie schon entdeckt und saß darin schmökernd im Garten, denn dieses Heft ist nicht nur die 20. Ausgabe, sondern widmet sich auch noch gänzlich dem Thema Commons! Ich bin bisher auch nur zum Durchblättern gekommen und wusste wie immer gar nicht, wo ich anfangen möchte – die Vielfalt der liebevoll und ausführlich geschriebenen Artikel ist riesig, und so fällt es mir auch meist nicht allzu schwer, die zwei Monate bis zum nächsten Heft zu überbrücken.
Schmunzeln musste ich, als ich die Randnotiz „Qualifiziert antworten“ entdeckt habe, denn sie widmet sich dem selben Thema wie unser letzter Stammtisch: Den kritischen Fragen und skeptischen Einwänden bezüglich Commoning. Vorhin habe ich einen erfrischenden Bericht über Commons-Bäckereien gelesen und nun habe ich richtig Lust bekommen, mal wieder zu backen. Am besten gleich zwei Brote, so dass ich eines verschenken kann :)

NaturKulturHof Bechstedt Übrigens, die Commons-Sommerschule, die dieses Jahr zum zweiten Mal im thrüringischen Bechstedt stattfindet, hat noch Platz für ein paar Teilnehmende! Vielleicht habt ihr euch ja schonmal das Video, welches in unserem Blog in der Seitenleiste zu sehen ist, angeschaut.

Zur weiteren Inspiration empfehle ich euch noch einen Blick ins Programm, das wieder sehr spannend zu werden verspricht. Wenn ihr also ein paar Vorkenntnisse – theoretischer und/oder praktischer Art – habt, dann kann ich euch die Teilnahme nur empfehlen. Es wird eine tolle Woche werden!

Unerfreuliche Nachrichten kommen aus Darmstadt: Dort fand letztes Semester an der Hochschule ein Autonomes Tutorium zu Commons statt. Leider bekam das Tutorium dieses Semester keinen Zuschlag, und so entfällt die Veranstaltung. Das ist sehr schade, denn Darmstadt hat einige Commons-Projekte zu bieten (beispielsweise eine Solidarische Landwirtschaft), und ich empfand es als bereichernd, den Commonsdiskurs auch in die Uni zu tragen. So ist nun der Stammtisch in WI/MZ die einzige regelmäßige Veranstaltung in Rhein-Main, die sich ganz dem Austausch über das Gemeinschaffen widmet. Aber vielleicht fühlt sich ja auch ein paar Studierende dazu inspiriert, in der Zukunft an ihrer Uni ein ähnliches Tutorium anzubieten, oder es entstehen mit der Zeit Stammtisch-Ableger in Darmstadt, Frankfurt und anderswo :)

Nun folgt natürlich noch ein Wort zum nächsten Stammtisch: Am kommenden Mittwoch finden wir uns wieder im Café Klatsch ein! Ihr seid alle herzlich eingeladen, mit euren Gedanken, Fragen, Ideen und Projekte rund um die Commons unsere Runde mitzugestalten – bestimmt geht ihr mit neuen Denkanstößen danach wieder nach Hause. Ich freu mich jedenfalls schon wieder sehr darauf! Bis dahin!